Was ein Wort ausmacht

Eigentlich ist ein absolutes Nebelwort. Unklar, unverbindlich und nichtssagend. Nur eine schwache Absichtserklärung und dabei so häufig gehört und gesagt.

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen die Texte für meine Website schnell fertig zustellen und im 14tägigen Abstand einen Artikel für das Journal zu schreiben und zu veröffentlichen. Eigentlich war ein guter Anfang gemacht zu Jahresbeginn, aber dann…!

Pustekuchen. Eigentlich alles ganz einfach.

Mein Redaktionsplan ist geschrieben, denn nach landläufiger Meinung muss man den haben. Ich habe auf das Wort „man“ schon immer aggressiv reagiert. Also Redaktionsplan ist vorhanden, schöne Schreibideen sind  auflistet, Reihenfolge der Veröffentlichung ist festgelegt und Verweise zu passenden Fotos in meinem Archiv sind auch vorhanden. Eigentlich musste ich den Plan nur noch nach und nach abarbeiten. 

Umsetzung gleich Null.

Das Erschreckende ist, ich schreibe gern. Es geht um meine Themen. Ich bestimme selber und keiner macht mir Vorgaben, was geht und was sein darf.

Warum fällt es mir trotzdem so schwer mein Vorhaben umzusetzen?

Der Themenablauf ist klar definiert, eigentlich. Texte für die Website und alle 14 Tage einen Artikel für das Journal zu schreiben auch machbar, eigentlich. Ein selbstbestimmter klar definierter Ablaufplan, eigentlich. 

Du kennst das? Gut, dann bin ich nicht allein.

Aber was tun? Ich brauche andere Impulse als die, die ich mir selbst gebe. Ich brauche einen Sparringspartner zum Neudenken und Perspektive wechseln.

Eine gute Freundin von mir ist Ulrike Reiche Expertin für Entschleunigung und hat einen wunderbar anderen Blick auf die Dinge. Auf ihrer Website fand ich dann einen neuen Blogartikel, der wie für mich geschrieben war. Zeit ist die neue Währung hatte Ulrike geschrieben. 

Lesen und wirken lassen. 

Meine erste Erkenntnis: Ein Zeitkorsett killt meinen Spaß am Schreiben.

Mein erster Schritt: Ich habe eine Spalte im Redaktionsplan gelöscht. Ab sofort gibt es keine Terminspalte mehr, mit der ich mir Druck mache bis zu einem bestimmten Wochentag fertig zu sein mit Artikel XY.

Danke Ulrike für deinen geschriebenen Impuls zum Entschleunigen.  Slow Work Slow Life für mehr Lebensqualität und Lebensfreude. 

Mein zweiter Schritt: Nutze Ideen und Anregungen anderer. Also folgte langsames Wandern durch verschiedene Blogs. So landete ich nach langer Zeit mal wieder bei Petra Neftel. Sie hat gerade einen Erfahrungsbericht über ihre Grenzen für Selbstcoaching geschrieben und wie wichtig Selbstfürsorge ist. 

Seid liebevoll mit euch…  ist ein großartiger Impuls für die Achtsamkeit mit sich selbst und den selbst gesteckten Zielen.

Mein Fazit: Wenn du nicht weiterkommst, hol dir Impulse von außen. 

Manchmal braucht es nur wenig für Neudenken. Bei mir haben dieses Mal zwei Blogartikel gereicht für einen Perspektivenwechsel. Wenn du mehr brauchst, hol dir einen Sparringspartner aus Fleisch und Blut – mich zum Beispiel.

Was habe ich also zwischenzeitlich gemacht? 

  • Weitere Texte für meine Website fertiggestellt und veröffentlicht. 
  • Diesen Artikel für das Journal geschrieben.
  • Zwei weitere Texte liegen im Entwurf vor und brauchen nur noch den Feinschliff.

Falls du dich fragst, woran ich den Erfolg meines Vorgehens erkenne? Dieser Artikel stand nicht auf meinem Redaktionsplan, war also gar nicht vorgesehen und ist einfach so entstanden – mit viel Spaß. Und bei den beiden unfertigen Artikeln sind meine Finger nur so über die Tasten geflogen, soviel Power war für die Umsetzung vorhanden.

Das Beste: Ich hatte noch eine großartige Idee für eine grundlegende Änderung. Der Redaktionsplan existiert nicht mehr. Ich habe jetzt eine Tabelle mit Schreibideen.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, was ein einzelnes Wort ausmacht und damit über Schwere oder Leichtigkeit entscheidet.

Dabei ist es doch nur ein Wort …. eigentlich.

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